Wir sind eine tierreiche Familie die bis Ende 2013 am Rande Wien´s im grünen Floridsdorf beheimatet war und seit Oktober 2013 im wunderschönen, grünen Oberösterreich beheimatet ist, bestehend aus meinem Sohn Pascal und zuguterletzt mir (Eva). Bereits als Kind wollte ich Tierpflegerin werden, da mich nichts und niemand davon abhalten konnte, ergriff ich natürlich meinen Traumberuf. Das Arbeiten, Beobachten und Trainieren mit Tieren bestimmte nicht nur meine Arbeitszeit sondern auch mehr und mehr meine Freizeit.

Im Laufe der Zeit nahm ich an verschiedensten Seminaren teil wie zB:

- Verhaltensforschung von Hunden
- Humane Ausbildung
- Motivationsmethoden
- Jungtieraufzucht
- Patella Seminar
- Züchterinformationstagung

um nur ein paar zu nennen.

Ich war jahrelang im Hundesport tätig und führte auch fremde Hunde bis zur Prüfung, was sehr lehrreich für mich war. Mein erster Hund war eine grosse Mischlingshündin namens Bella aus dem Wiener Tierschutzhaus. Jahre später folgte ihr mein Aron, ein Dobermann, mit dem ich erfolgreiche Gehorsamsprüfungen absolvierte und später auch an Turnieren teilnahm. Leider wurde Aron durch schwerwiegende Krankheiten nur zwei Jahre alt.

Ich lebte zu dieser Zeit alleine und hatte meinen besten Freund verloren. Nach einiger Zeit der Trauer begann ich Hundeausstellungen zu besuchen, durch meinen Jobwechsel stellte sich heraus, dass ich keinesfalls einen großen Hund zur Arbeitsstelle mitnehmen konnte. So kam es wie es kommen mußte und ich verliebte mich in eine Hunderasse, die kaum zu glauben, ein maximales Gewicht von 3kg auf die Waage bringt und eine Schulterhöhe von 20 cm misst, den Chihuahua.

Diese kleine anmutige Hunderasse erfüllte genau meine Anforderungen, nur die Größe war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Im Mai 1995 zog mein erster kurzhaariger Chihuahuarüde Kevin bei mir ein. Durch ihn lernte ich dieses wunderbare Wesen und den einzigartigen Charakter dieser Rasse erst wirklich zu schätzen. Ein absolut treuer Weggefährte, der mit einem auf Schritt und Tritt durch dick und dünn geht. Ein Herz wie ein Löwe und zugleich sanft wie ein Schaf. Alles in allem ist der Chihuahua ein richtiger Allrounder, unter den kleinsten Hunderassen die ich kenne.

Da ich schlecht mit der kleinsten Hunderasse der Welt an dem ach so geliebten Hundesport teilnehmen konnte, beschloss ich bei Ausstellungen reinzuschnuppern und fand innerhalb kürzester Zeit sehr gefallen daran. Am 26.Jänner 1998, erblickte unser Sohn Pascal das Licht der Welt und ich dachte das unsere Familie jetzt komplett wäre.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Denn 1999 verliebte ich mich unsterblich in Jessy, eine kurzhaarige Chidame. Es sollte aber nicht lange bei einem Chihuahua Duo bleiben denn 2003 zog dann auch noch ein wunderschöner tricolor Langhaar Chirüde Peppino bei uns ein und somit hatten wir ein perfektes Trio.

Wir beschlossen gemeinsam, daß es der letzte Chi im Bunde sein sollte, wenn es da nicht das Internet geben würde, wäre es auch so geblieben. Leider mussten wir uns am 24. Dezember 2006 von unserem heißgeliebten Kevin, der im 13. Lebensjahr war, schweren Herzens verabschieden, er starb an seinem Lieblingsplatz, neben dem PC wo er immer an meiner Seite schlief, an Herzversagen. Es war einfach ein Alptraum, es zeriss uns das Herz und der Schmerz war unendlich groß. Seit einigen Monaten schon spielte ich mit den Gedanken die Lücke die Kevin hinterließ, durch ein neues wunderbares Wesen zu füllen, aber es musste auf jedenfall ein besonderer Hund sein.

Nichts ahnend von meiner schicksalshaften Begegnung, stöberte ich wie immer auf diversen Homepages von Züchtern umher. Speziell Jasmin Iniesta-Schwier’s Seite (eine Züchterin aus Bremen in Deutschland) besuchte ich immer öfter. Durch einen Freund, der schon einen Hund von dieser Züchterin hatte, erfuhr ich das eventuell noch eine Langhaarhündin aus einem Wurf frei wäre. Also schrieb ich eine lange E-Mail dorthin.

Es war nicht ganz so einfach wie ich es mir zuerst vorgestellt hatte, mich als zukünftige Hundemutter zu bewerben, denn Jasmin hatte schon vielen Leuten, die genau wegen dieser Hündin nachfragten, eine Absage erteilt, weil sie diese Hündin selbst für die Nachzucht behalten wollte. Ich mußte einige Voraussetzungen erfüllen um diese Hündin überhaupt zu bekommen und saß lange Zeit auf Nadeln ob ich eine Zusage bekommen würde. Am 22. April 2007 zog nach langem warten Kibibi de Iniesta bei uns ein.

Kibibi entwickelte sich zu einem wunderbaren Hund und wurde bereits mit vorzüglich auf Ausstellungen beurteilt, dieser Hund war und ist immer noch ein wirkliches Juwel für uns. Leider bekam Kibibi Probleme mit ihrem linken Knie, weshalb ich beschloß sie nicht decken zu lassen, da sich dieser kleine Kniefehler weitervererben kann (muß nicht, aber kann). Deshalb wurde sie kastriert und nach einigem ringen mit mir selbst und mit schweren Herzen, vermittelte ich sie an eine äußerst liebe Familie. Da sie eine junge Hündin ist, fiel ihr der Umzug keinesfalls schwer und sie hat sich bereits super eingelebt.

Es kann immer vorkommen, daß man vor so einer schweren Entscheidung steht, die man sicherlich nie leicht trifft. In Kibibis Fall handelte es sich um eine sehr junge Hündin, die vom Alter - sowie vom Wesen her - den Umzug leicht verkraftete. Ich denke, daß wir in diesem Fall auch in Kibibi's Interesse gehandelt haben, denn in ihrer neuen Familie kann sie weiterhin die Nummer eins sein und ganz ungezwungen als Familienhund leben. In einem Züchterhaushalt, wo das Rudel aus mehreren Hunden besteht, ist es mit jedem zusätzlichen Hund schwerer sich jedem ausreichend zu widmen. Hinzu kommt, das oftmals kastrierte Tiere in der Rangordnung ganz nach unten rutschen und dadurch einem permanenten Stress ausgesetzt sind, besonders bei einem so jungen Hund, wo die Position dementsprechend noch nicht gefestigt ist.

Ich möchte das hier deshalb schreiben um aufzuzeigen, daß Züchten von Hunden keinesfalls eine leichte Aufgabe ist und immer unvorhergesehene Dinge passieren können, die nicht in des Züchters Macht stehen. Es wäre ein leichtes gewesen unsere Kibibi einfach von unserer Homepage "verschwinden" zu lassen. Ich möchte aber transparent agieren und zum züchten gehören nun mal auch Niederschläge dazu, genauso wie auch die positiven Dinge! Außerdem wird Kibibi weiterhin einen Platz in unseren Herzen haben und deswegen immer "unser Hund" bleiben.